Wardruna - Gap var ginnunga
geposted am: 30.01.2009 von: Rockalarm
Dermaßen tiefspirituell fluoreszierende Klangspektren hatten sicherlich die allerwenigsten derjenigen Interessenten erwartet, welche vorab vom künstlerischen Hintergrund dieser Veröffentlichung erfahren hatten. Doch der wirklich fantastisch schöne Dark Ambient Folk, den Gaahl und Einar "Kvitrafn" Selvik hier zelebrieren, verwöhnt sensitiv empfangende Ästhetenohren mit uralten nordischen Atmosphären vom Allerfeinsten. Ansonsten eher als Black Metal-Schergen von Gorgoroth her bekannt, kreierten die beiden mitsamt Vokalistin Lindy Fay Hella und Fiedelspieler Hallvard Kleiveland eine hypnotisch rauschhafte Beschwörungsplatte von betörend mystischer Anmut. Was also bereits vor circa sechs Jahren erste Züge annahm, findet nun auf "Gap var ginnunga" seine famose Vollendung. Verwendung fand seltenes alttraditionelles Instrumentarium wie beispielsweise Hirschrahmen- und Maultrommeln, Ziehenhörner, Luren sowie die Hardanger- und Wikingerfiedel. Diese beinahe schon paralysierend wirkende feinmusikalische Vertonung des älteren Futharks, also des altnordischen Runenalphabets, gereicht sogar den besten Veröffentlichungen in Sachen Weltmusik zur Ehre. (Markus Eck / 05.01.2009)



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